Was zum Teufel ist eine Parke

Die deutschen Naturparke - oder der faulige Apfel
Eigentlich hatte ich dem seit einigen Tagen an meinem Arbeitsweg stehenden Großplakat kein Interesse geschenkt. Warum auch - schreien doch Motiv und Botschaft nicht gerade nach Aufmerksamkeit. Doch dann, während einer roten Ampelphase blieb der Blick an einem äußerst merkwürdigen Wort hängen:
NATURPARKE
Was ist eine Naturparke dachte ich und was haben Naturparken mit Genussverstärkern zu tun. Und warum beißt das Kind in einen überdimensionierten Apfel. Oder ist das eine Parke?
Ich begann zu recherchieren. Parke ist ein möglicher Plural von Park: Plural: Parks od. Parke, schweiz. Pärke (Quelle: http://de.wiktionary.org/wiki/Park) So weit, so gut. Wer bitte aber kommt bei der Wahl einer möglichen und verständlichen Alternative auf den schrägen Gedanken, statt Parks zu meinen, Parke zu sagen? Ein sprachtechnisches Desaster, wie ich denke.
Und dann die Genussverstärker. Erst dachte ich an einen schneegrieselbedingten Lesefehler. Geschmacksverstärker.
Aber nein, da stand tatsächlich Genussverstärker. An der Kreativsitzung, in der dieses Wort kreiert wurde, hätte ich gerne Mäuschen gespielt. Welche Getränke da wohl auf dem Tisch standen … Vielleicht ging es ja darum, wie man seinen Kunden einmal so richtig leimt.
Ich fasse die Erfolgsformel, die mir das Plakat vermittelt einmal kurz zusammen: Lasse ein Kind einen Apfel essen, schreibe ein missverständliches Wort oben darüber und garniere das Ganze mit einer Meganegativschlagzeile à la Genussverstärker.
Und dann bliebe noch die Frage, wer in aller Welt bezahlt Geld für solchen Unsinn. Oder ist dies nur ein Reinwaschprojekt der CSR Strategen der unten als Sponsoren genannten (Lidl, Kaufland, awk-außenwerbung) Unternehmen? Auch das wäre mehr als nur peinlich.
Mehr zu den deutschen Naturparken gibt es dann hier: www.naturparke.de